Die Uhr der Spitzenklasse: mehr als ein Preis, eine Kammlinie
Ihr nüchternes und beständiges Design trotzt allen Moden; ihr mechanisches Herz reiht Komplikationen - Chronograph, ewiger Kalender, Tourbillon - aneinander, die von einer seltenen technischen Meisterschaft zeugen. Und weil sie Generationen überdauert, ohne ihre Präzision oder ihren Glanz zu verlieren, wird die hochwertige Uhr zu einem Vermögenswert: Bestimmte Referenzen der Sammleruhren werden Jahrzehnte später zu einem höheren Preis als ihrem Originalpreis weiterverkauft.

Einige Anhaltspunkte in der Geschichte der gehobenen Uhrenindustrie
1760-1800: Die Pioniere der Uhrmacherei
- Abraham-Louis Breguet (Paris, 1747) perfektioniert die Feder-Stempel-Uhr, erfindet das Tourbillon (1801) und setzt die klare Linie durch, die die Revolution überdauert.
- Hubert Sarton (Lüttich, 1748) formalisiert den automatischen Rotor: ein schwingendes Gewicht, das die Uhr im Rhythmus des Handgelenks aufzieht - ein Prinzip, das auch heute noch verwendet wird.
XIXᵉ - Anfang XXᵉ: Aufbruch der hochwertigen Uhren.
Patek Philippe, Vacheron Constantin und Audemars Piguet legen den Kanon der Luxusuhr fest: Gehäuse aus poliertem Gold, handgefertigte Endbearbeitungen, vertrauliche Serien. Komplikationen werden zur Hofkunst; das Einzelstück kommt auf.
1970-2000: Der Quarzschock für die Uhrmacherkunst.
Das japanische elektronische Uhrwerk destabilisiert die Schweizer Mechanik. Um zu überleben, verstärkt die Haute Horlogerie ihre Chronometerkontrollen, lässt die Kunsthandwerke wieder auferstehen und stellt bei der hochwertigen Uhr die Geschichte und die Uhrmachertradition jedes Hauses in den Vordergrund.
21. Jahrhundert: Die zeitgenössische hochwertige Uhr
Nachdem sie die Präzision erobert hat, macht sich die Haute Horlogerie daran, die technischen Grenzen ihrer hochwertigen Uhren zu erweitern: Hemmungen aus Silizium, die gegen Magnetismus unempfindlich sind, Gehäuse aus Keramik mit hoher Dichte, ultraleichte Legierungen, die aus der Luftfahrt entlehnt sind.
Die alteingesessenen Häuser stehen nun im Dialog mit jungen, unabhängigen Unternehmen, die extreme Mikromechanik beherrschen - vervielfachte Tourbillons, Minutenrepetitionen mit langen Reserven, neu gestaltete ewige Kalender mit minimalistischen Linien.
Der Markt für hochwertige Uhren konzentriert sich wieder auf limitierte Serien, handwerkliche Endbearbeitung und Manufakturkaliber, während die Rückverfolgbarkeit der Materialien und die Nachhaltigkeit der Prozesse zu neuen Kriterien für Exzellenz werden. Die moderne High-End-Uhr wird also geschrieben, wo das Ingenieurlabor auf die Werkstatt unter der Lupe trifft: ein kompromissloses Streben, um immer besser zu werden... und länger.

Col&McArthur: Wenn die hochwertige Uhr zur Erinnerungspflicht wird.
Bei den Materialien und der Präzision hält sich Col&McArthur an die gleichen Vorgaben wie die etablierten Häuser: polierter oder kugelgestrahlter Stahl 316 L, kratzfestes Saphirglas, in Lüttich justierte Sellita-Kaliber oder hochpräzise Ronda-Quarze. Doch das Haus hat sich seine eigene Identität um ein viertes Kriterium herum geschaffen, das in den klassischen Definitionen nicht vorkommt: die Fortführung einer Erinnerung, die es verdient, die Zeit zu überdauern.
Für C&M muss eine Uhr der Spitzenklasse nicht nur ihre Zuverlässigkeit beweisen, sondern auch die Spuren eines Geistes tragen, der die Gegenwart erleuchtet. Jede limitierte Serie ist daher an einen historischen Meilenstein oder einen zeitlosen Wert angelehnt; die eingravierte Nummerierung verbindet den Sammler mit einer Gemeinschaft von Gedächtnisbewahrern, während die personalisierte Gravur den Dialog zwischen der kollektiven Erzählung und dem individuellen Kapitel besiegelt. Exzellenz ist nicht länger eine Trophäe: Sie wird zu einer Verantwortung.
Eine Hommage an unser uhrmacherisches Erbe: die hochwertige Sarton 1748 Uhr.
Die in 275 Exemplaren - eines für jedes Jahr, das seit Hubert Sartons Geburt im Jahr 1748 vergangen ist - entworfene hochwertige Uhr C&M Sarton 1748 bezieht ihre Ästhetik von einer Salonuhr, die der Meister aus Lüttich selbst entworfen hat. Unter einem leicht gewölbten Saphirglas lässt das weiße Emaille-Zifferblatt römische Ziffern wie mit der Feder gezeichnet atmen, während ein feiner bläulicher Sekundenzeiger die Liebe zum Detail signalisiert. Auf der Rückseite enthüllt ein halbtransparenter Boden die Sellita SW221-1 und ihren verzierten Rotor, eine feine Anspielung auf die Erfindung, die Sarton 1778 der Akademie der Wissenschaften vorstellte: den automatischen Aufzug.

Indem Col&McArthur seinen Namen auf diese Weise - mit Zustimmung der 8ᵉ Generation seiner Nachkommen - wieder ins Licht rückt, ehrt das Haus nicht nur einen Pionier der Lütticher Uhrmacherkunst: Das Haus lädt jeden Käufer ein, die Verantwortung dafür zu teilen, einen Fortschritt am Leben zu erhalten, der unsere modernen Uhren noch immer höher schlagen lässt.